Glaukom-Vorsorge im Augen MVZ Mihaescu in Würzburg

Grüner Star

Das Glaukom ist eine chronische Erkrankung des Sehnervs, die lange unbemerkt verlaufen kann und unbehandelt zu einem fortschreitenden Verlust des Gesichtsfelds bis hin zur Erblindung führt. Ein erhöhter Augeninnendruck ist ein bekannter Risikofaktor, doch ein Glaukom kann auch bei normalem Druck auftreten. Deshalb ist eine frühzeitige, umfassende Untersuchung entscheidend für den Erhalt des Sehvermögens.

Ziel und Sinn der Glaukom-Voruntersuchung

Ab dem 40. Lebensjahr steigt das Risiko für ein Glaukom deutlich an. Weitere Risikofaktoren sind familiäre Vorbelastung, Kurzsichtigkeit, Gefäßerkrankungen und Diabetes. Ziel der Vorsorge ist es, strukturelle Veränderungen am Sehnerv und an der Nervenfaserschicht der Netzhaut zu erkennen, bevor messbare Gesichtsfeldverluste entstehen. Je früher eine Schädigung entdeckt wird, desto besser lässt sie sich durch Therapie kontrollieren.

Untersuchungen im Rahmen des Glaukom-Checks

Im Rahmen der Glaukom-Voruntersuchung führen wir in der Regel folgende Untersuchungen durch:

  • Messung des Augeninnendrucks
    Erfasst Druckverhältnisse im Auge als einen von mehreren Risikofaktoren.
  • Beurteilung des Sehnervenkopfes
    Klinische Untersuchung und Dokumentation des Augenhintergrunds.

Diese Basisuntersuchungen ermöglichen eine erste Einschätzung des individuellen Glaukomrisikos.

GDx Laserscanning – objektive Nervenfaserdickenmessung

Ein zentraler Baustein der erweiterten Glaukomdiagnostik ist das GDx Laserscanning (Scanning-Laser-Polarimetrie). Dabei handelt es sich um ein bildgebendes Verfahren, das die Dicke der Nervenfaserschicht (RNFL) im Bereich um den Sehnerv quantitativ und objektiv misst.

So funktioniert das Verfahren:

  • Ein schwacher, polarisiertem Laserlichtstrahl tastet berührungslos den Augenhintergrund ab.
  • Die Polarisation des reflektierten Lichts verändert sich in Abhängigkeit von der Dicke der Nervenfaserschicht.
  • Diese Änderung wird vom Gerät erfasst und in eine quantitative Messung umgerechnet.
  • Die Werte werden mit altersangepassten Normaldaten verglichen und grafisch dargestellt.

Nutzen für Patienten:

  • GDx erlaubt eine sehr frühzeitige Erkennung von Ausdünnungen der Nervenfaserschicht – oft bevor funktionelle Veränderungen im Gesichtsfeld messbar sind.
  • Bereits geringfügige Abweichungen können dokumentiert und im Verlauf kontrolliert werden. Das unterstützt Entscheidungen zur Therapieanpassung und zum Start einer Behandlung.

Die Untersuchung ist schmerzfrei, berührungslos und dauert nur wenige Minuten. Eine Pupillenerweiterung ist in der Regel nicht erforderlich.

Verlaufskontrolle und Therapieentscheidung

Bei bereits diagnostiziertem Glaukom hilft GDx, Veränderungen der Nervenfaserschicht im Zeitverlauf zu verfolgen. Dies ist besonders wichtig, um die Wirksamkeit der Behandlung zu überwachen und gegebenenfalls frühzeitig therapeutische Anpassungen vorzunehmen.

Früh erkennen – Sehvermögen erhalten

Das Glaukom gilt als „stille“ Erkrankung. Da Schäden am Sehnerv irreversibel sind, ist die Kombination aus Druckmessung, klinischer Beurteilung und moderner bildgebender Diagnostik wie GDx entscheidend. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen erhöhen die Chance, ein Glaukom in einem frühen, gut behandelbaren Stadium zu erkennen und das Sehvermögen langfristig zu erhalten.