LEISTUNGEN

Makuladegeneration​

Frühzeitige Diagnose und moderne Therapien bei altersbedingter Makuladegeneration (AMD).

Was ist die altersbedingte Makuladegeneration (AMD)?

Die altersbedingte Makuladegeneration (AMD) ist eine der häufigsten Erkrankungen der Netzhaut im höheren Lebensalter. Sie betrifft die Makula, den Bereich des schärfsten Sehens, und kann das Lesen, Erkennen von Gesichtern sowie das zentrale Sehvermögen beeinträchtigen. Zu den wichtigsten Risikofaktoren zählen das Lebensalter, genetische Veranlagung und das Rauchen.

Man unterscheidet zwischen der trockenen und der feuchten Makuladegeneration. Die trockene AMD entwickelt sich meist langsam und stellt die häufigste Form der Erkrankung dar. Bei der feuchten AMD wachsen krankhafte Blutgefäße unter die Netzhaut, wodurch Flüssigkeit oder Blut austreten können. Ohne Behandlung kann sich das Sehvermögen innerhalb kurzer Zeit deutlich verschlechtern.

Eine frühzeitige Diagnose ist entscheidend, um Veränderungen rechtzeitig zu erkennen und eine geeignete Behandlung einzuleiten. In unserem Augen MVZ setzen wir hierfür modernste bildgebende Verfahren wie die Optische Kohärenztomographie (OCT) und – wenn medizinisch erforderlich – die Fluoreszenzangiographie ein. So können selbst kleinste Veränderungen der Makula präzise beurteilt und im Verlauf dokumentiert werden.

Für Patientinnen und Patienten mit einer feuchten AMD stehen heute wirksame Medikamente zur Verfügung, die im Rahmen einer intravitrealen operativen Medikamenteneingabe (IVOM) direkt in den Glaskörper des Auges verabreicht werden. Ziel der Behandlung ist es, das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen, Flüssigkeit in der Netzhaut zu reduzieren und das Sehvermögen möglichst langfristig zu erhalten. Die Therapie erfolgt nach aktuellen wissenschaftlichen Leitlinien und wird individuell an den Krankheitsverlauf angepasst.

Neben der feuchten Makuladegeneration behandeln wir mit der IVOM-Therapie auch weitere Netzhauterkrankungen, beispielsweise das diabetische Makulaödem, Makulaödeme nach retinalen Venenverschlüssen sowie weitere Erkrankungen der Netzhaut, bei denen eine Anti-VEGF-Therapie medizinisch angezeigt ist.

Regelmäßige Kontrolluntersuchungen sind ein wichtiger Bestandteil der Behandlung. Sie ermöglichen es, Veränderungen frühzeitig zu erkennen und den optimalen Zeitpunkt für eine erneute Therapie individuell festzulegen.

Symptome

Die ersten Anzeichen einer altersbedingten Makuladegeneration entwickeln sich häufig schleichend. Betroffene bemerken oft, dass das Lesen schwieriger wird, Gesichter unschärfer erscheinen oder gerade Linien verzerrt wahrgenommen werden (Metamorphopsien). Im weiteren Verlauf kann ein verschwommener oder dunkler Fleck im Zentrum des Gesichtsfeldes entstehen, während das äußere Gesichtsfeld in der Regel erhalten bleibt.

Treten solche Beschwerden plötzlich auf oder verschlechtern sie sich innerhalb kurzer Zeit, sollte umgehend eine augenärztliche Untersuchung erfolgen. Eine frühzeitige Diagnose ist entscheidend, um eine mögliche feuchte Makuladegeneration rechtzeitig zu erkennen und zu behandeln.

Diagnostik

Für die Diagnostik der Makuladegeneration setzen wir modernste bildgebende Verfahren ein. Die Optische Kohärenztomographie (OCT) ermöglicht eine hochauflösende, berührungslose Darstellung der einzelnen Netzhautschichten und zeigt selbst kleinste Flüssigkeitsansammlungen oder strukturelle Veränderungen der Makula.

Ergänzend kann bei Bedarf eine Fluoreszenzangiographie durchgeführt werden. Dabei werden die Netzhautgefäße mithilfe eines speziellen Farbstoffes sichtbar gemacht, sodass krankhafte Gefäßneubildungen und deren Aktivität präzise beurteilt werden können. Welche Untersuchungen erforderlich sind, entscheiden wir individuell anhand des jeweiligen Krankheitsbildes.

IVOM-Therapie

Die feuchte Makuladegeneration wird heute in der Regel mit einer intravitrealen operativen Medikamenteneingabe (IVOM) behandelt. Dabei wird das Medikament unter sterilen Bedingungen direkt in den Glaskörper des Auges eingebracht. Ziel der Behandlung ist es, krankhafte Gefäßneubildungen zu hemmen, Flüssigkeitsansammlungen in der Netzhaut zurückzubilden und das Sehvermögen möglichst langfristig zu erhalten.

Die Therapie erfolgt ambulant und dauert nur wenige Minuten. Anzahl und zeitlicher Abstand der Injektionen richten sich nach dem individuellen Krankheitsverlauf und werden anhand regelmäßiger OCT-Kontrollen nach den aktuellen medizinischen Leitlinien festgelegt.

Regelmäßige Verlaufskontrollen

Eine regelmäßige Verlaufskontrolle ist entscheidend für den langfristigen Behandlungserfolg. Durch moderne Untersuchungsverfahren, insbesondere die OCT, können Veränderungen der Netzhaut frühzeitig erkannt und der optimale Zeitpunkt für eine erneute Behandlung individuell bestimmt werden.

Auch zwischen den Kontrollterminen sollten Patientinnen und Patienten auf Veränderungen ihres Sehvermögens achten. Treten plötzlich verzerrtes Sehen, ein dunkler Fleck oder eine rasche Sehverschlechterung auf, sollte zeitnah eine augenärztliche Untersuchung erfolgen.